Wo du auf Mallorca am besten lebst, hängt von deinem Alltag ab: Palma passt für Stadtleben, Jobs und internationale Schulen, der Südwesten um Santa Ponsa und Calvià und der Norden um Alcúdia und Pollença für Familien, die Strand und eine ganzjährige Infrastruktur wollen, und Orte im Inselinneren wie Inca und Manacor für günstigere Mieten mit Zuganbindung nach Palma. Laut amtlichen Steuerdaten lag die mittlere Miete einer Wohnung 2024 in Palma bei rund 800 Euro im Monat, in Calvià bei 760 Euro, in Inca bei 650 Euro und in Manacor bei 550 Euro, neu angebotene Wohnungen kosten aber deutlich mehr: Das Immobilienportal Fotocasa nannte für Palma im September 2026 eine Angebotsmiete von rund 19,6 Euro pro Quadratmeter, also etwa 1.170 Euro im Monat für 60 Quadratmeter und pro Quadratmeter doppelt so viel wie der Median von 2024. Egal für welche Gegend du dich entscheidest: Miete mindestens einen Winter lang, bevor du kaufst, denn viele Küstenorte werden zwischen November und März sehr ruhig.
Vergleichstabelle: Alle Orte auf einen Blick
Die Tabelle vergleicht die Orte aus diesem Ratgeber nach Angebotsmiete, Strandnähe, Infrastruktur, deutscher Community und Fahrzeit nach Palma.
| Ort | Angebotsmiete 60 m² | Strandnähe | Infrastruktur | Deutsche Community | Anbindung Palma |
|---|---|---|---|---|---|
| Palma | 1.170 € (19,6 €/m²) | 10 Min. | Sehr gut | Mittel | - |
| Santa Ponsa | 1.200 € (20,0 €/m²) | Direkt | Gut | Sehr groß | 30 Min. |
| Sóller | keine verlässliche Zahl | 5 Min. (Hafen) | Gut | Klein | 30 Min. |
| Alcúdia | 1.020 € (17,0 €/m²) | Direkt | Gut | Mittel | 45-55 Min. |
| Cala Ratjada | keine verlässliche Zahl | Direkt | Mittel | Mittel | 60 Min. |
| Inca | 970 € (16,2 €/m²) | 30 Min. | Gut | Klein | 35 Min. (Zug) |
| Andratx | 1.160 € (19,3 €/m²) | 10 Min. | Mittel | Mittel | 35 Min. |
| Manacor | 920 € (15,3 €/m²) | 20 Min. | Gut | Klein | 50 Min. |
| Llucmajor | 990 € (16,5 €/m²) | 20 Min. | Gut | Klein | 20 Min. |
Die Mieten sind durchschnittliche Angebotsmieten des Immobilienportals Fotocasa für September 2026, pro Quadratmeter und umgerechnet auf eine 60-Quadratmeter-Wohnung, etwa die Größe einer 2-Zimmer-Wohnung, auf 10 Euro gerundet. Es sind Durchschnittswerte für die ganze Gemeinde (bei Santa Ponsa für den Ortsteil), deshalb verändern Straße, Größe und Zustand den Preis stark, und in kleinen Orten schwankt der Monatswert um mehrere Euro pro Quadratmeter. Für Sóller und Cala Ratjada haben wir keine verlässliche, datierte Zahl gefunden. Die Fahrzeiten sind ungefähre Werte mit dem Auto, sofern nicht anders angegeben.
Eine amtliche Vergleichsgröße liefert der staatliche Mietpreisindex SERPAVI des spanischen Wohnungsbauministeriums. Er wertet die Mieten aus, die Vermieter dem Finanzamt melden. Die Ausgabe 2026 bildet das Jahr 2024 ab und zeigt für Wohnungen diese Mittelwerte (Median):
| Gemeinde | Mittlere Miete pro Monat | Mittlere Miete pro m² |
|---|---|---|
| Palma | 800 € | 9,8 € |
| Calvià | 763 € | 12,7 € |
| Llucmajor | 744 € | 10,1 € |
| Inca | 648 € | 7,0 € |
| Manacor | 550 € | 6,3 € |
| Balearen | 750 € | 9,6 € |
In diesen Werten stecken auch Verträge, die vor Jahren geschlossen wurden. Eine Wohnung, die du heute anmietest, kostet deshalb meist mehr: Die Angebotsmiete von Fotocasa für Palma, rund 19,6 Euro pro Quadratmeter im September 2026, ist doppelt so hoch wie der Indexwert für 2024, und das Portal idealista meldete für August 2026 ähnliche 19,3 Euro. Calvià hat unter den fünf Gemeinden die höchste Miete pro Quadratmeter, die vermieteten Wohnungen sind dort aber im Schnitt kleiner.
Wie du den richtigen Ort findest
Bevor du dich auf einen Ort festlegst, solltest du dir einige grundlegende Fragen stellen: Arbeitest du remote oder brauchst du einen Job vor Ort? Hast du Kinder, die zur Schule gehen, und in welcher Sprache sollen sie lernen? Wie wichtig ist dir eine deutsche Community in der Nähe? Brauchst du eine gute Anbindung an den Flughafen? Und natürlich: Wie hoch ist dein Budget?
Mallorca lässt sich grob in fünf Wohnzonen einteilen, und jede passt zu anderen Menschen:
- Palma und der Südwesten (Calvià, Santa Ponsa, Andratx): städtischer Komfort, die höchsten Mieten, viele Deutsche und die größte internationale Community.
- Der Norden (Alcúdia, Pollença und in den Bergen Sóller): landschaftlich schön und ruhiger, beliebt bei Familien, alteingesessenen Auswanderern und Rentnern.
- Der Osten und Südosten (Cala Ratjada, Son Servera, Manacor, Felanitx, Santanyí): moderate Kosten und mehr lokaler Alltag, an der Küste im Winter aber sehr ruhig.
- Das Landesinnere (Inca, Binissalem, Santa Maria del Camí, Sineu): niedrigere Mieten als in Palma und im Südwesten, authentisch, gut für Remote-Arbeiter und Zugpendler.
- Der Süden (Llucmajor, Campos): nah an Palma und am Flughafen, moderate Mieten und mehr Platz fürs Geld.
Mit schulpflichtigen Kindern solltest du den täglichen Schulweg früh einplanen. Die meisten internationalen und deutschen Schulen liegen in und um Palma und Calvià, und die Fahrzeit zur Wunschschule bestimmt die Wohnortwahl oft stärker als der Meerblick. Einen Vergleich der Gemeinden nach Schulen und Infrastruktur findest du in unserem Beitrag über Wohnorte für Familien.
Der wichtigste Rat gleich vorweg: Miete zuerst. Lebe mindestens sechs bis zwölf Monate auf der Insel, bevor du kaufst. So lernst du die verschiedenen Ecken kennen und findest heraus, wo du dich wirklich wohlfühlst.
Palma de Mallorca
Palma ist die Hauptstadt und das wirtschaftliche, kulturelle und soziale Zentrum der Insel. Für Stadtmenschen, junge Berufstätige und digitale Nomaden ist Palma oft die erste und beste Wahl.
Was Palma bietet:
Die Stadt hat alles, was man für den Alltag braucht und mehr. Internationale Schulen, deutschsprachige Ärzte, Coworking-Spaces, eine vielfältige Gastronomie und ein lebendiges Kulturangebot. Die Altstadt ist wunderschön, das Viertel Santa Catalina ist der Treffpunkt der internationalen Community, und der Hafen bietet mediterranes Flair auf Schritt und Tritt.
Beliebte Viertel:
Santa Catalina ist das angesagteste Viertel Palmas. Hier reihen sich Tapas-Bars, internationale Restaurants und kleine Geschäfte aneinander. Die Atmosphäre ist kosmopolitisch und entspannt. Viele Expats und digitale Nomaden fühlen sich hier zuhause. Die Mieten gehören zu den höchsten der Stadt.
El Terreno liegt westlich des Zentrums am Hang mit Blick auf den Hafen. Das Viertel ist im Kommen und bietet etwas günstigere Mieten als Santa Catalina bei ähnlicher Lage. Hier findest du eine Mischung aus Alteingesessenen und Neuankömmlingen.
El Molinar und Portixol liegen östlich des Zentrums direkt am Meer. Die Uferpromenade lädt zum Joggen und Radfahren ein. Die Viertel haben eine eigene, ruhigere Atmosphäre als das Zentrum und sind bei Familien und Paaren beliebt.
Son Espanyolet und Son Armadams sind ruhige Wohnviertel mit guter Anbindung an die Innenstadt. Die Mieten sind etwas moderater als in den Trend-Vierteln, und die Infrastruktur für den Alltag ist ausgezeichnet.
Pere Garau ist ein multikulturelles, lebendiges Viertel mit einem der besten Wochenmärkte Palmas. Die Mieten gehören zu den günstigsten im Stadtgebiet. Das Viertel ist im Wandel und wird von immer mehr jungen Leuten entdeckt.
Infrastruktur: Palma hat die beste Infrastruktur der Insel. Öffentliche Verkehrsmittel (EMT-Busse, Metro), Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, internationale Schulen: Alles ist vorhanden. Der Flughafen ist in 15 Minuten erreichbar.
Mietpreise: Fotocasa nannte für Palma im September 2026 eine durchschnittliche Angebotsmiete von rund 19,6 Euro pro Quadratmeter, also etwa 1.170 Euro im Monat für 60 Quadratmeter. Nach Bezirken reichten die Werte von rund 15,8 Euro im Bezirk Nord bis 20,4 Euro im Bezirk Centre. Pere Garau und Son Gotleu gehören zu den günstigeren Vierteln.
Für wen geeignet: Stadtmenschen, Singles, junge Paare, digitale Nomaden, alle, die eine gute Infrastruktur und Abwechslung schätzen. Stadtviertel, Mieten und Alltag im Detail beschreibt unser Beitrag Leben in Palma de Mallorca.
Tipp: Palma-Stadtviertel erkunden
Bevor du dich für ein Viertel entscheidest, verbringe dort jeweils einen ganzen Tag. Geh morgens einkaufen, trinke nachmittags Kaffee in einem lokalen Café und spaziere abends durch die Straßen. So bekommst du ein echtes Gefühl für die Atmosphäre und Lärmbelastung.
Santa Ponsa und Calvià
Der Südwesten Mallorcas rund um Santa Ponsa, Peguera und Calvià ist die Region mit der größten deutschen Community auf der Insel. In der Gemeinde Calvià hatte 2022 rund jeder dritte gemeldete Einwohner eine ausländische Staatsangehörigkeit, so das spanische Statistikamt INE. Hier findest du deutsche Ärzte, deutsche Supermärkte, deutsche Restaurants und eine gut vernetzte Expat-Gemeinschaft.
Was die Region bietet:
Santa Ponsa hat einen großen, familienfreundlichen Sandstrand, mehrere Golfplätze und eine solide Infrastruktur mit Supermärkten, Apotheken und Ärzten. Peguera liegt etwas weiter westlich und ist ruhiger. Calvià selbst ist eine größere Gemeinde im Landesinneren mit guter Verwaltung und Schulen.
Vorteile: Starke deutsche Community, die den Übergang erleichtert. Deutsche Ärzte und Dienstleister vor Ort. Familienfreundliche Umgebung mit guten Stränden. Solide Infrastruktur. Gute Busanbindung an Palma (ca. 30 Minuten).
Nachteile: Kann sich wie eine "deutsche Blase" anfühlen. Im Sommer sehr touristisch. Mietpreise im gehobenen Bereich: Fotocasa nannte für Calvià im September 2026 rund 22,6 Euro pro Quadratmeter, den höchsten Wert der Orte in diesem Ratgeber, für den Ortsteil Santa Ponsa rund 20,0 Euro. Integration in die spanische Kultur ist schwieriger, weil man im Alltag kaum Spanisch braucht.
Für wen geeignet: Familien, Rentner, alle die einen sanften Einstieg ins Inselleben suchen und Wert auf eine deutsche Community legen. Mehr Details findest du in unseren Ortsporträts Leben in Santa Ponsa, Leben in Peguera und Wohnorte und Mieten in Calvià.
Sóller und das Tal
Das Tal von Sóller ist einer der schönsten Flecken Mallorcas. Umgeben von den Bergen der Serra de Tramuntana, mit Orangenhainen, historischer Architektur und dem nahen Hafen Port de Sóller bietet die Region eine außergewöhnliche Lebensqualität.
Was Sóller bietet:
Die kleine Stadt (ca. 14.000 Einwohner) hat alles für den täglichen Bedarf: Supermärkte, Bäckereien, Apotheken, Ärzte und ein lebendiges Zentrum rund um die Plaça de la Constitució. Der Wochenmarkt am Samstag ist einer der schönsten der Insel. Port de Sóller liegt nur wenige Kilometer entfernt und bietet einen Sandstrand, Restaurants am Wasser und eine entspannte Atmosphäre.
Anbindung: Sóller ist über den Tunnel in rund 30 Minuten mit dem Auto von Palma erreichbar. Der Tunnel ist seit dem 29. Dezember 2017 mautfrei, nachdem der Consell de Mallorca die Konzession übernommen hat (Mitteilung vom 18. Dezember 2017). Die TIB-Buslinie 204 verbindet Palma mit Sóller und Port de Sóller, und natürlich gibt es den historischen Tren de Sóller. Die Anbindung ist gut, aber du brauchst für den Alltag ein Auto.
Mietpreise: Für Sóller haben wir keine verlässliche, datierte Mietzahl gefunden, deshalb nennen wir hier keine. Fincas und Landhäuser im Tal kosten deutlich mehr als Wohnungen.
Für wen geeignet: Naturliebhaber, Familien die Ruhe suchen, Künstler und Kreative, Remote-Arbeiter, alle die Berglandschaft und mediterranes Dorfleben schätzen.
Alcúdia und Port de Pollença
Der Norden Mallorcas rund um Alcúdia und Port de Pollença ist bei Familien besonders beliebt. Die historische Altstadt von Alcúdia, der lange Sandstrand und die entspannte Atmosphäre machen die Region zu einem der gefragtesten Wohngebiete für Familien.
Was die Region bietet:
Alcúdia hat eine beeindruckende mittelalterliche Altstadt mit Stadtmauern, Restaurants und kleinen Geschäften. Der Strand an der Bucht von Alcúdia gehört mit mehr als drei Kilometern Sand zu den größten der Balearen und passt gut zu Familien mit kleinen Kindern (flaches Wasser, Rettungsschwimmer in der Saison, gute Infrastruktur).
Port de Pollença ist etwas ruhiger und gehobener. Die Bucht bietet einen schönen Blick auf die Berge, und die Promenade ist ideal für abendliche Spaziergänge. Hier leben viele britische und skandinavische Expats.
Infrastruktur: Supermärkte, Ärzte, Apotheken und Restaurants sind vorhanden. Im Norden der Insel gibt es mit der Mallorca International School eine Schule mit britischem Lehrplan, die meisten anderen internationalen Schulen liegen im Raum Palma. TIB-Busse (unter anderem die Linie 352) verbinden die Gegend in rund einer Stunde mit Palma.
Mietpreise: Fotocasa nannte für Alcúdia im September 2026 rund 17,0 Euro pro Quadratmeter, also etwa 1.020 Euro im Monat für 60 Quadratmeter. Port de Pollença war mit rund 19,3 Euro pro Quadratmeter teurer.
Für wen geeignet: Familien mit Kindern, Paare die Ruhe und Natur suchen, Wassersportler (Segeln, Kitesurfen in der Bucht von Pollença). Die Orte im Detail: Leben in Alcúdia, Leben in Port d'Alcúdia und Leben in Pollença.
Achtung: Winter kann ruhig werden
Viele Geschäfte und Restaurants im Norden schließen von November bis März. Das ist für manche entspannend, für andere zu ruhig. Wenn dir ein aktives Sozialleben wichtig ist, kann der Winter im Norden eine Herausforderung sein.
Cala Ratjada und der Nordosten
Cala Ratjada im Nordosten ist ein beliebter Küstenort mit einer wachsenden deutschen Expat-Community. Der Ort bietet schöne Strände (Cala Agulla, Cala Mesquida), einen malerischen Hafen und eine entspannte Atmosphäre.
Was Cala Ratjada bietet:
Der Ort hat eine gute Grundversorgung mit Supermärkten, Restaurants und einigen Ärzten. Die Strände in der Umgebung gehören zu den schönsten der Insel. Das Nachtleben ist vorhanden, aber nicht übertrieben. Im Sommer ist es lebhaft, im Winter deutlich ruhiger.
Mietpreise: Für Capdepera, die Gemeinde, zu der Cala Ratjada gehört, haben wir keine verlässliche, datierte Mietzahl gefunden, deshalb nennen wir hier keine.
Nachteile: Die Entfernung zu Palma beträgt rund eine Stunde mit dem Auto. Die Infrastruktur ist kleiner als in Palma oder im Südwesten. Im Winter wird es sehr ruhig.
Für wen geeignet: Strandliebhaber, Paare und Familien, alle die eine ruhigere Alternative zum Südwesten suchen.
Einen Überblick über die ganze Küste von Cala Ratjada bis Cala d'Or gibt unser Beitrag über die Wohnorte an der Ostküste, das Ortsporträt Cala d'Or oder Cala Ratjada vergleicht die beiden bekanntesten Orte. Etwas weiter südlich bietet Leben in Son Servera Dorfalltag wenige Minuten vom Meer, und mit Leben in Cala Millor wohnst du direkt an einem der längsten Sandstrände im Osten.
Inca und das Landesinnere
Inca ist eine der größten Städte Mallorcas und liegt im Herzen der Insel. Für alle, die das authentische Mallorca suchen und dabei Geld sparen möchten, ist Inca eine gute Wahl.
Was Inca bietet:
Inca hat einen der größten Wochenmärkte der Insel (donnerstags), gute Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und eine lebendige lokale Atmosphäre. Die Stadt ist bekannt für ihre Lederwarenindustrie, und mehrere ihrer traditionellen Cellers, alte Weinkeller, sind heute Restaurants (wie der Celler Can Ripoll).
Anbindung: Inca ist hervorragend an Palma angebunden. Der SFM-Zug (Linie T1) fährt in rund 35 Minuten direkt in die Inselhauptstadt. Auch mit dem Auto bist du über die Autobahn in rund 30 Minuten in Palma. Fahrten mit der Tarjeta Intermodal sind 2026 in TIB-Bussen, Zug und Metro kostenlos, wie TIB bestätigt. Das macht Inca auch für Pendler attraktiv.
Mietpreise: Fotocasa nannte für Inca im September 2026 rund 16,2 Euro pro Quadratmeter, also etwa 970 Euro im Monat für 60 Quadratmeter, weniger als in Palma und im Südwesten. In einem kleinen Markt schwankt der Monatswert stark: Im Juni 2026 lag er bei rund 13,4 Euro. Im amtlichen Index gehört Inca zu den günstigsten größeren Orten (siehe Tabelle oben).
Ähnlich günstig und authentisch sind Orte wie Sineu (wunderschöner Wochenmarkt am Mittwoch), Binissalem (bekannt für seinen Wein), Santa Maria del Camí (charmant und nah an Palma) und Campos im Süden.
Für wen geeignet: Budgetbewusste Auswanderer, Familien die authentisches Dorfleben schätzen, Pendler die per Zug nach Palma fahren, alle die keine Strandnähe brauchen.
Tipp: Zugpendler-Orte entlang der T1-Linie
Die Orte entlang der Zugstrecke T1 (Santa Maria, Consell, Binissalem, Inca) sind ideal für Pendler. Du wohnst günstig im Landesinneren und bist in 20 bis 35 Minuten per Zug in Palma. Keine Staus und kein Parkplatzstress.
Andratx und Port d'Andratx
Die Region um Andratx im Südwesten ist die exklusivste Ecke Mallorcas. Wer ein größeres Budget hat und Wert auf Ruhe, Natur und gehobene Gastronomie legt, findet hier seinen Platz.
Was die Region bietet:
Port d'Andratx hat einen der schönsten Häfen der Insel, umgeben von erstklassigen Restaurants, Galerien und einer internationalen Community. Die Landschaft im Hinterland ist spektakulär, mit Pinienwäldern, Fincas und Blick aufs Meer. Andratx selbst ist ein ruhiges Städtchen im Landesinneren mit Wochenmarkt (mittwochs) und einer entspannten Atmosphäre.
Mietpreise: Fotocasa nannte für Andratx im September 2026 rund 19,3 Euro pro Quadratmeter und für Port d'Andratx rund 20,2 Euro, also etwa 1.160 bis 1.210 Euro im Monat für 60 Quadratmeter. Villen und Fincas mit Meerblick kosten deutlich mehr.
Für wen geeignet: Gut situierte Paare und Familien, Kunstliebhaber, Segler, alle die Exklusivität und Ruhe in spektakulärer Natur suchen. Mehr zu Alltag, Mieten und Hafen liest du in Leben in Andratx.
Manacor und der Osten
Manacor ist die wichtigste Stadt im Osten der Insel und mit rund 49.000 Einwohnern laut INE eine der größten Gemeinden Mallorcas. Der Ort ist deutlich weniger touristisch als die Küstenregionen und bietet ein authentisches spanisches Kleinstadtleben.
Was Manacor bietet:
Eine gute Infrastruktur mit Supermärkten, Ärzten, Schulen, einem Krankenhaus und einem lebendigen Stadtzentrum. Der Wochenmarkt am Montag ist einer der größten der Insel. Strände wie Cala Varques, Cala Romàntica und die Bucht von Porto Cristo erreichst du in 15 bis 20 Autominuten.
Anbindung: Per Zug (SFM Linie T3) bist du in etwa einer Stunde in Palma. Mit dem Auto dauert es über die Autobahn rund 50 Minuten.
Mietpreise: Fotocasa nannte für Manacor im September 2026 rund 15,3 Euro pro Quadratmeter, also etwa 920 Euro im Monat für 60 Quadratmeter. Im Stadtzentrum waren es rund 12,2 Euro, in Porto Cristo an der Küste rund 18,3 Euro.
Für wen geeignet: Familien und Paare die authentisches Kleinstadtleben suchen, budgetbewusste Auswanderer, alle die nahe an den Oststränden wohnen möchten. Mehr dazu in Leben in Manacor.
Weiter südlich wird der ländliche Südosten noch ruhiger. Leben in Felanitx heißt Marktstadt im Landesinneren mit Portocolom an der Küste, Leben in Santanyí heißt Dorfleben im äußersten Südosten, mit Cala d'Or als größtem Ferienort an diesem Küstenabschnitt.
Llucmajor und der Süden
Llucmajor liegt südöstlich von Palma. Die Nähe zu Palma und zum Flughafen (rund 20 Minuten mit dem Auto), günstigere Mieten als in der Hauptstadt und eine gute Infrastruktur machen Llucmajor zu einer attraktiven Alternative.
Was Llucmajor bietet:
Die Stadt hat mittwochs, freitags und sonntags Wochenmarkt, dazu Supermärkte, Ärzte und Schulen. Die Gemeinde reicht bis an die Küste, mit ruhigeren Ecken rund um s'Estanyol und Cala Pi.
Mietpreise: Fotocasa nannte für Llucmajor im September 2026 rund 16,5 Euro pro Quadratmeter, also etwa 990 Euro im Monat für 60 Quadratmeter. Häuser mit Garten kosten mehr.
Für wen geeignet: Familien die nahe an Palma wohnen wollen ohne Palma-Preise zu zahlen, Pendler, alle die Platz und einen Garten schätzen. Den Ort und seine Küstenviertel beschreibt Leben in Llucmajor genauer.
So testest du eine Gegend, bevor du dich festlegst
Bevor du dich auf eine Region festlegst, verbringe dort mindestens zwei Wochen im November oder Februar. Die Nebensaison zeigt dir, wie ein Ort ohne Sommergäste wirklich ist: Ein Ort, der im Juli lebendig wirkt, kann im Dezember wie ausgestorben sein.
Diese Fragen solltest du vor der Unterschrift unter einen Mietvertrag beantworten können:
- Gibt es ein öffentliches Gesundheitszentrum (Centro de Salud) in 15 bis 20 Minuten Entfernung?
- Gibt es eine Schule für deine Kinder, und in welcher Sprache wird unterrichtet?
- Haben Supermarkt, Apotheke und Arzt in der Nähe auch im November geöffnet?
- Bist du komplett aufs Auto angewiesen, oder kommen öffentliche Verkehrsmittel in Frage?
- Gibt es an der Adresse Glasfaser? In den Orten ist das üblich, auf dem Land lückenhafter.
- Passt die Gemeinschaft vor Ort, spanisch wie international, zu deinem Alter und deinen Interessen?
Palma, Santa Ponsa, Inca und Alcúdia bestehen den Wintertest meistens, viele reine Urlaubsorte nicht. Der Überblick über die Wohngebiete auf Mallorca ergänzt die nächste Ebene: die Unterschiede zwischen Urbanización, Altstadtwohnung, Finca und Neubau.
Egal für welchen Ort du dich entscheidest: Nimm dir Zeit, verschiedene Gegenden zu erkunden, bevor du dich festlegst. Miete zuerst in einem Ort, der dich anspricht, und gib dir mindestens sechs Monate, bevor du eine langfristige Entscheidung triffst. Mallorca ist klein genug, um die ganze Insel regelmäßig zu erkunden, und groß genug, um für jeden den richtigen Platz zu bieten.
Wenn du bereit bist, mit der Wohnungssuche zu beginnen, findest du in unserem Ratgeber zum Wohnung mieten alle Details zu Portalen, Mietverträgen und Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung. Die Miete ist nur ein Teil des Budgets: Der Ratgeber zu den Nebenkosten erklärt IBI, Müllgebühr, Wasser und Strom. Und falls du eine eigene Immobilie in Betracht ziehst, hilft dir unser Guide zum Immobilienkauf weiter.
