Mallorca

Strompreise Mallorca 2026: Tarife und Anbieter wechseln

6 min read#strompreise mallorca 2026
Sandor Farkas

Sandor Farkas

Mallorca-Experte & Autor

Wer 2026 auf Mallorca wohnt, spürt es auf jeder Rechnung: Die Strompreise Mallorca 2026 schwanken stark, und zwischen dem regulierten Tarif und einem Festpreisvertrag auf dem freien Markt liegen im Jahr schnell mehrere hundert Euro. Dieser Beitrag erklärt dir den Unterschied zwischen dem PVPC und einem Festpreisvertrag, welche Anbieter für Residenten sinnvoll sind und wie du den Vertrag kostenlos wechselst. Wie du Strom bei einem Umzug überhaupt erst anmeldest, liest du ergänzend in unserem Ratgeber zum Strom und Wasser anmelden.

Auf einen Blick

Auf Mallorca gilt derselbe Strommarkt wie im spanischen Festland: Du hast die Wahl zwischen dem staatlich regulierten PVPC-Tarif mit stündlich wechselndem Preis und einem Festpreisvertrag auf dem freien Markt. Der Wechsel ist kostenlos und dauert in der Regel wenige Wochen. Wer aktiv vergleicht, spart am meisten.

Der PVPC (Precio Voluntario para el Pequeño Consumidor) ist der staatlich regulierte Stromtarif in Spanien. Der Preis pro Kilowattstunde wird für jede Stunde des Tages neu festgelegt und richtet sich nach dem Großhandelspreis. Er steht nur Haushalten mit geringer Anschlussleistung offen und wird von wenigen zugelassenen Referenzanbietern angeboten.

Strompreise Mallorca 2026 im Überblick

Die Strompreise Mallorca 2026 bestehen aus mehr als dem reinen Energiepreis. Deine Rechnung setzt sich aus drei Blöcken zusammen: dem Verbrauch in Kilowattstunden, dem festen Leistungspreis für deine kontrahierte Leistung (potencia) und Steuern. Auf den Nettobetrag kommen die Stromsteuer und die spanische Mehrwertsteuer (IVA), die seit 2024 wieder bei den regulären 21 Prozent liegt.

Ein zentraler Fakt für 2026: Beim regulierten PVPC-Tarif wird der Strompreis für jede einzelne Stunde separat berechnet, also 24 Preise pro Tag. Nachts und am Wochenende ist Strom deshalb meist deutlich günstiger als werktags am frühen Abend. Wer seine Wäsche, den Geschirrspüler oder die Poolpumpe in die günstigen Stunden legt, senkt die Rechnung spürbar, ohne den Anbieter zu wechseln.

Die kontrahierte Leistung zahlst du auch dann, wenn du keinen Strom verbrauchst. Viele Fincas und Ferienwohnungen haben eine höhere potencia kontrahiert als nötig. Eine Reduzierung senkt den Grundpreis dauerhaft.

Auf Mallorca kommt eine Besonderheit hinzu: Der Verbrauch schwankt stark über das Jahr. Im Sommer treiben Klimaanlage, Pool und häufigere Gäste die Rechnung nach oben, im Winter fällt in vielen Häusern die Stromheizung ins Gewicht, weil Zentralheizungen selten sind. Wer nur einen Teil des Jahres auf der Insel wohnt, sollte einen Tarif ohne hohe Grundgebühr wählen, damit die leeren Monate nicht unnötig kosten. Genau hier lohnt der Vergleich zwischen reguliertem und freiem Markt am meisten.

PVPC oder Festpreisvertrag: der Unterschied

Die wichtigste Entscheidung ist die zwischen dem regulierten Tarif und einem Vertrag auf dem freien Markt. Beide haben klare Vor- und Nachteile:

  • PVPC (regulierter Tarif): Der Preis folgt dem Großhandelsmarkt und ändert sich stündlich. In Monaten mit niedrigen Marktpreisen sehr günstig, in Krisenzeiten aber unberechenbar. Kein Bindungszeitraum, jederzeit wechselbar.
  • Festpreisvertrag (freier Markt): Du zahlst einen festen Preis pro Kilowattstunde über die Vertragslaufzeit. Mehr Planungssicherheit, aber oft ein Aufschlag gegenüber dem reinen Marktpreis. Achte auf Mindestlaufzeit und Kündigungsbedingungen.
  • Tarife mit Zeitfenstern: Manche Anbieter kombinieren feste Preise mit günstigeren Nacht- und Wochenendstunden. Sinnvoll, wenn du ein Elektroauto lädst oder nachts heizt.

Achtung: Regulierter und freier Markt werden oft verwechselt

Referenzanbieter dürfen sowohl den regulierten PVPC als auch eigene freie Tarife verkaufen. Am Telefon wird dir oft direkt ein freier Vertrag angeboten. Frag ausdrücklich nach dem PVPC, wenn du den regulierten Tarif willst.

Stromanbieter auf Mallorca wechseln

Ein Anbieterwechsel in Spanien ist gesetzlich kostenlos und für dich mit wenig Aufwand verbunden. Der neue Anbieter kümmert sich um die Abmeldung beim alten. Deine Stromleitung, der Zähler und die Versorgung bleiben unverändert, es ändert sich nur der Vertragspartner auf der Rechnung.

1

Aktuelle Rechnung bereitlegen

Du brauchst deine CUPS-Nummer (steht auf der Rechnung), die kontrahierte Leistung und deinen Jahresverbrauch in Kilowattstunden.

2

Angebote vergleichen

Nutze den offiziellen Preisvergleich der CNMC statt privater Vergleichsseiten, um neutrale Ergebnisse zu bekommen.

3

Neuen Vertrag abschließen

Der neue Anbieter übernimmt den Wechsel. Du musst den alten Vertrag nicht selbst kündigen.

4

Erste Rechnung prüfen

Kontrolliere Leistungspreis, Energiepreis und ob der versprochene Tarif korrekt angewendet wurde.

Für den neutralen Vergleich der Tarife gibt es offizielle Quellen, die weder Provision kassieren noch Anbieter bevorzugen:

Wie sich Strom in die übrigen laufenden Kosten deiner Wohnung einordnet, zeigt unser Überblick zu Nebenkosten und Betriebskosten. Und wenn du gerade erst eingezogen bist und noch keinen Vertrag hast, hilft dir der Blog-Beitrag Strom und Wasser anmelden und Anbieter finden beim ersten Schritt.

So senkst du deine Stromrechnung

Neben dem Tarifwechsel gibt es konkrete Hebel, die auf Mallorca besonders greifen, weil hier viel gekühlt und Wasser gepumpt wird:

  1. Kontrahierte Leistung prüfen: Ist die potencia zu hoch, senkst du mit einer Reduzierung den Grundpreis für immer.
  2. Verbrauch in günstige Stunden legen: Beim PVPC lohnen sich Nacht und Wochenende deutlich.
  3. Klimaanlage effizient nutzen: Ein Grad weniger Kühlung spart messbar Energie.
  4. Poolpumpe steuern: Eine Zeitschaltuhr in den günstigen Stunden reduziert einen der größten Verbraucher.

Tipp: Verbrauch selbst ablesen

Über das Portal deines Netzbetreibers (auf Mallorca meist e-distribución) siehst du deinen stündlichen Verbrauch der letzten Monate. Das ist die beste Grundlage, um den passenden Tarif zu wählen.

Lohnt sich der PVPC gegenüber einem Festpreisvertrag? Das hängt von deinem Nutzungsverhalten ab. Wer flexibel verbrauchen kann und schwankende Preise akzeptiert, fährt mit dem PVPC oft günstiger. Wer Planungssicherheit braucht, ist mit einem Festpreis besser aufgehoben.

Fazit

Die Strompreise Mallorca 2026 lassen sich aktiv beeinflussen. Der wichtigste Schritt ist zu verstehen, ob der regulierte PVPC oder ein Festpreisvertrag besser zu deinem Verbrauch passt, und dann den offiziellen Vergleich der CNMC zu nutzen. Der Wechsel selbst ist kostenlos und ändert nichts an deiner Versorgung. Wenn du zusätzlich deine kontrahierte Leistung prüfst und Verbrauch in günstige Stunden verlegst, senkst du die Rechnung dauerhaft, ohne auf Komfort zu verzichten.