Das Gesundheitssystem auf Mallorca: Was du wissen musst
Sandor Farkas
Mallorca-Experte & Autor
Gesundheit ist eines der wichtigsten Themen beim Auswandern. Das spanische Gesundheitssystem funktioniert gut, ist aber anders aufgebaut als das deutsche. Hier erkläre ich dir, worauf du achten musst.
Das öffentliche System (Seguridad Social)
Angestellte und Autónomos sind automatisch über die Seguridad Social versichert. Du bekommst eine Tarjeta Sanitaria (Gesundheitskarte) und hast Zugang zu Centros de Salud (Gesundheitszentren) und öffentlichen Krankenhäusern. Die Versorgung ist grundsätzlich gut, aber Wartezeiten können lang sein.
Private Krankenversicherung
Viele Auswanderer wählen zusätzlich eine private Versicherung (Sanitas, Adeslas, Asisa). Vorteile: Kürzere Wartezeiten, freie Arztwahl, oft auch deutschsprachige Ärzte. Kosten: 50€–200€ pro Monat je nach Alter und Leistung.
Einen Arzt finden
Auf Mallorca gibt es mehrere deutschsprachige Ärzte, besonders in Palma und den touristischen Gebieten. Die Clinica Picasso und das Centro Médico Porto Pi sind bekannte Anlaufstellen. Für Spezialisten brauchst du im öffentlichen System eine Überweisung vom Hausarzt.
Notfälle und Notaufnahme
Die Notrufnummer in Spanien ist 112. Die Urgencias (Notaufnahme) im Hospital Son Espases in Palma ist rund um die Uhr erreichbar. Private Kliniken wie die Clínica Rotger bieten ebenfalls Notfallversorgung mit kürzeren Wartezeiten.
Medikamente und Apotheken
Apotheken (Farmacias) sind gut ausgestattet und die Apotheker sehr kompetent. Viele Medikamente, die in Deutschland verschreibungspflichtig sind, bekommst du in Spanien rezeptfrei. Die Preise sind oft deutlich günstiger. Nacht-Apotheken findest du über Aushänge an jeder Farmacia.
Fazit
Das Gesundheitssystem auf Mallorca ist zuverlässig. Meine Empfehlung: Starte mit der öffentlichen Versicherung und nimm bei Bedarf eine private Zusatzversicherung dazu. Melde dich zeitnah bei deinem Centro de Salud an.